Mittel- und osteuropäische Wohlfahrtsstaaten im Vergleich: Typen und Leistungsfähigkeit

Authors
Publication date 2009
Host editors
  • C. Klenner
  • S. Leiber
Book title Wohlfahrtsstaaten und Geschlechterungleichheit in Mittel- und Osteuropa: Kontinuität und postsozialistische Transformation in den EU-Mitgliedsstaaten
ISBN
  • 9783531161358
Pages (from-to) 59-84
Publisher Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften
Organisations
  • Faculty of Law (FdR)
  • Faculty of Law (FdR) - Amsterdam Institute for Advanced Labour Studies (AIAS)
  • Faculty of Law (FdR) - Hugo Sinzheimer Instituut (HSI)
Abstract
Die stufenweise Erweiterung der Europäischen Union in den letzten Jahren hat eine erneute Debatte um das Europäische Sozialmodell, die Zukunft der verschiedenen Wohlfahrtsstaatsmodelle und die Interaktionen zwischen diesen nationalen Modellen angestoßen (z.B. Hemerijck et al. 2006; Jepsen/ Serrano Pascual 2006; Keune 2006a). Gleichzeitig gibt es derzeit jedoch kaum vergleichende Analysen zu den in den neuen EU-Mitgliedsstaaten bestehenden Wohlfahrtsstaatstypen und deren Merkmalen, und es ist bisher nur selten versucht worden, die neuen Mitgliedsstaaten in breiter angelegte Wohlfahrtsstaatsanalysen und — typologien einzubeziehen.2 Der vorliegende Artikel möchte zu einer stärkeren Berücksichtigung der neuen Mitgliedsstaaten in der Wohlfahrtsstaatsdebatte beitragen. Die zentrale Frage dieses Kapitels lautet, wie die Wohlfahrtsstaaten der acht Mitgliedsstaaten Mittel- und Osteuropas (MOE), die der Europäischen Union im Mai 2004 beigetreten sind, im Vergleich mit den Wohlfahrtsstaaten der ‘alten’ EU-Mitglieder Westeuropas (EU 15) abschneiden.3 Lassen sich diese acht einem der in der EU 15 bestehenden Wohlfahrtsstaatsregime zuordnen, oder bilden sie einen eigenen Typ? Sind sie als homogene Gruppe zu betrachten, oder bestehen auch innerhalb der Achtergruppe wesentliche Unterschiede?

Wichtige Ausnahmen bilden in dieser Hinsicht u.a. Manning 2004; Cerami 2005; Deacon 2000; Aidukaite 2006.
Zur sprachlichen Vereinfachung beziehen sich die Begriffe ‘MOE-Länder’ oder ‘neue EU-Mitgliedsstaaten’ im Folgenden — solange nichts anderes angegeben wird — immer auf diese acht mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten. Aus Platzgründen beschränkt sich die Analyse auf diese acht Länder und bezieht Spezifika der 2007 der EU beigetretenen Länder, Bulgarien und Rumänien, nicht ein. Zu Bulgarien vgl. jedoch u.a. Luleva (in diesem Band).
Document type Chapter
Note Also publ. as: Keune, M. (2010). Welfare states in Central and Eastern Europe in comparative perspective: types and performance. In C. Klenner & S. Leiber (Eds.), --- Welfare states and gender inequality in Central and Eastern Europe: continuity and post-socialist transformation in the EU member states --- (pp. 57-80). Brussels: ETUI.
Language German
Published at https://doi.org/10.1007/978-3-531-91327-8_3
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