Penthesilea und ihre Schwestern: Amazonen als Bauform des Heldenepos
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| Award date | 13-09-2019 |
| Number of pages | 182 |
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Die Studie “Penthesilea und ihre Schwestern – Amazonen als Bauform des Heldenepos“ untersucht erstmals systematisch alle überlieferten Amazonendarstellungen im griechischen und römischen Heldenepos: Homers Ilias, der epische Zyklus, Apollonius Rhodiusʼ Argonautica, Vergils Aeneis, Valerius Flaccusʼ Argonautica, Statiusʼ Thebais, Silius Italicusʼ Punica und Quintus Smyrnaeusʼ Posthomerica.
Die Studie geht von der Prämisse aus, dass Amazonen als Bauform des Epos gesehen werden müssen und erschließt damit erstmals das interpretatorische Potential, das in den inter- und intratextuellen Bezügen der Darstellung liegt. Die Amazonen werden zunächst diachronisch präsentiert und anschließend thematisch in Bezug auf ihr Äußeres, ihre Abstammung und ihr Kämpfen analysiert. Die Analyse, die die aus den Geschlechterwissenschaften stammenden Konzepte transgendered und sex-role-crossover benutzt, vergleicht die kriegerischen Frauen inter- und intratextuell sowohl miteinander als auch mit männlichen Kriegern. Die Arbeit weist nach, dass die Konsistenz der Amazonendarstellung im griechischen und lateinischen Epos über die Jahrhunderte hinweg in Verbindung mit den zahlreichen intra- und intertextuellen Verweisen zeigt, dass es sich bei „Amazonen“ um eine Bauform des Epos handelt. Die thematische Analyse bietet darüber hinaus einen unerwarteten Einblick in die Geschlechterkonstruktion des Epos, indem sie nicht nur belegt, dass Amazonen durch ihr Äußeres und ihre Abstammung als Kriegerinnen charakterisiert werden, sondern auch den Nachweis erbringt, dass die aktive Teilnahme an kriegerischen Auseinandersetzungen im griechisch-römischen Epos als transgendered zu betrachten ist. |
| Document type | PhD thesis |
| Language | German |
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