Eine Stellungnahme zur Inklusionspraxis für Menschen mit einer leichten geistigen Beeinträchtigung in den Niederlanden - eine kritische Anregung für deutsche Heilpädagoginnen und Heilpädagogen
| Authors |
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| Publication date | 2012 |
| Journal | heilpaedagogik.de |
| Volume | Issue number | 2012 | 3 |
| Organisations |
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| Abstract |
In der Begleitung für Menschen mit einer leichten geistigen Beeinträchtigung steht das Konzept der Inklusion im Vordergrund. Der Erfolg dieses Ansatzes liegt in den Händen von Politik, von Menschen mit einer leichten geistigen Beeinträchtigung selbst, von Dienstleistungsorganisationen, und ebenso in den Händen von HeilpädagogInnen. Obwohl Inklusion in den Niederlanden verstärkt an Form gewinnt, zweifeln HeilpädagogInnen, Lehrkräfte, TherapeutInnen, Pflegepersonal und andere Dienstleistern zunehmend an der praktischen Durchführbarkeit der Inklusion und am erforderlichen Niveau an Professionalität. Für HeilpädagogInnen bedeutet Inklusion das Übersetzen von wissenschaftlichen Erkenntnissen in praktisches Handeln und eine neue, dialogische Art der professionellen Unterstützung: Neben der Gewährung von eigenen Entscheidungsmöglichkeiten muss Menschen mit einer leichten geistigen Beeinträchtigung aber auch Schutz geboten werden gegen mögliche Gefahren, denen sie im Zusammenleben mit Anderen begegnen. Wenn sich in heilpädagogischer Unterstützung nicht offenherzig für eine Form der Inklusion entschieden wird, die höchste Professionalität fördert, besteht die Chance, dass Menschen mit einer leichten geistigen Beeinträchtigung (abermals) aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden.
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| Document type | Article |
| Language | German |
| Published at | http://www.heilpaedagogik.de/bhponline.de/down/public/6xxx-zeitung/2012-03/20120-03_Moonen-%20Inklusion-in-den-Niederlanden.pdf |
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