Between hierarchies and networks in local governance: institutional arrangements in making Mumbai a ‘world class city’

Authors
Publication date 2009
Journal Trialog
Volume | Issue number 102/103
Pages (from-to) 28-34
Organisations
  • Faculty of Social and Behavioural Sciences (FMG) - Amsterdam Institute for Social Science Research (AISSR)
Abstract
Eine starke kommunale Regierungsebene mit engem Bezug zu den Bürgern und als Vermittlung zwischen lokalen Interessengruppen wird generell als wichtiges Instrument zur Förderung demokratischer Entscheidungsfindung angesehen. In dieser Studie wird die Frage verfolgt, was dies im Kontext der Globalisierung bedeutet, in dem Wettbewerbsfähigkeit und Lebenswertigkeit der Städte miteinander politisch konkurrieren. Die "Mumbai Vision" von McKinsey - abgesegnet von der Regierung des Bundesstaates Maharashtra - soll die Stadt auf die Zugehörigkeit zur Liga der "Weltstädte ersten Ranges" ausrichten. Zur strategischen Umsetzung wurde eine neuartige Struktur geschaffen, in der öffentlicher und privater Sektor verknüpft sind. Die Studie untersucht an diesem Beispiel formale und informelle Regeln, die hier Partizipation und Entscheidungsfindung bestimmen. Sie verarbeitet dabei die Erfahrung aus mehreren Monaten partizipatorischer Feldarbeit in Mumbai sowie 34 Tiefeninterviews mit den Beteiligten der neugeschaffenen Institutionen. Es zeigt sich, dass die Einflussnahme höchst selektiv ist und dass die Entscheidungen im Wesentlichen von Behörden sowie von Repräsentanten des Privatsektors getroffen werden. Konflikte werden dadurch vermieden, dass Personen mit abweichenden Vorstellungen gehalten werden. Damit setzen sich letztlich Interessen des Handels- und Finanzkapitals durch, wogegen die Lebensqualität der Mehrheit der Bevölkerung Schaden nimmt, besonders in den informellen Gebieten.

Document type Article
Language English
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